Ein Insiderblick hinter die Kulissen einer Cyber-Attacke

Ein Insiderblick hinter die Kulissen einer Cyber-Attacke

Sie sind auf der Suche nach einem krisensicheren Job? Wie wäre es mit einer Anstellung als Hacker? Cyber-Kriminalität boomt, und es sind hier sicherlich noch ein paar freie Stellen zu vergeben. Auch wenn diese Vorstellung zunächst schmunzeln lässt, macht ein derartiger Blick hinter die Kulissen eines deutlich: Die Hacker-Welt besteht nicht wie einst aus einzelnen gelangweilten klugen Köpfen, die sich einen Spaß daraus  machen, den „Großen“ aus Wirtschaft und Politik einen Schreck einzujagen. Sie ist stattdessen ein Geflecht aus gut organisierten Hacker-Organisationen, die Mafia-ähnliche Strukturen und Ausmaße vorweisen.

Ransomware: Effektives Geschäftsmodell
Das Geschäftsmodell ist so einfach wie effektiv: Lösegelderpressung für „entführte“ Datenbestände. Eine in das Unternehmensnetzwerk eingeschleuste Ransomware verschlüsselt wichtige Daten, die nur bei fristgerechter Zahlung wieder freigegeben werden. Die Kriminellen Arbeiten dabei mit unterschiedlichen Zahlungs- und Abwicklungsmodalitäten.

Support ist Trumpf
Immerhin kann man sich eines gewiss sein: Die Cyber-Diebe helfen bei der Abwicklung der Zahlung und stehen dem Geschädigten mit Rat und Tat zur Seite – es lebe der Kundensupport. Dieser ist jedoch, wie F-Secure im Sommer dieses Jahres in einer Studie herausgefunden hat, durchaus von unterschiedlicher Qualität. Wie bei jedem seriösen Unternehmen, kann sich demnach glücklich schätzen, wer hier an den Richtigen gerät.

IT-Security: Türen und Fenster geschlossen halten
Noch besser ist es natürlich, wenn man sich die Diebstahlbanden der Cyber-Mafia von vorne herein vom Leib hält. Ganz im Sinne der aktuellen Polizei-Kampagne „Riegel vor – Sicher ist sicherer“ sollte man alle denkbaren Zugänge für Cyber-Kriminelle ausreichend verbarrikadieren. Hierbei gilt es, das Unternehmensnetzwerk, aber z.B. auch sämtliche Mobile Devices (von eigenen Mitarbeitern und Besuchern) oder Mail Accounts ausreichend und fortlaufend zu schützen. Denn nur, wenn die Schadsoftware gar nicht erst hinein kommt, kann die erforderliche Sicherheit für vorhandene Datenbestände gewährleistet werden.

Wie Hacker „ticken“, warum insbesondere Smart Devices besonders anfällig sind und wie einfach es z.B. ist, eine .exe in eine unauffällige PDF-Datei zu verwandeln, zeigte der Vortrag von F-Secure auf unserm letzten IT-Frühstück. Schauen Sie rein – und überlegen Sie dann, ob Sie Ihrer Tochter zu Weihnachten wirklich eine Barbie-Puppe schenken wollen…

Warum Unternehmen heute mit herkömmlichen Antiviren-Programmen nicht mehr ausreichend geschützt sind. Im Interview: Florian Kellermann von F-Secure.

 

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